Wochenrückblick vom 19. bis 25. Oktober 2015

Wochenrückblick vom 19. bis 25. Oktober 2015

Was deutschsprachige Medien zur Ukraine berichteten und was davon bei Facebook diskutiert wurde

Deutschsprachigen Medien berichteten in der vergangenen Woche hauptsächlich zwei Themen aus der Ukraine: einerseits die Kommunalwahlen, andererseits das deutsch-ukrainische Wirtschaftstreffen in Berlin. Es gab aber auch andere Nachrichten aus der Ukraine.

Am Montag berichtete die Hersfelder Zeitung, dass eine Delegation des Christlichen Hilfsdiensts Hilfspakete nach Osteuropa liefert, unter anderem in die Ukraine.

Der Tagesspiegel berichtete am Montag über eine Umfrage der Bertelsmann-Stiftung, dass sich immer weniger Ukrainer eine Annäherung an Russland, dafür eine an den Westen wünschen.

Bei der Deutschen Welle erschien am Montag ein Artikel über das NATO-Manöver in Mittelmeerraum. Am Mittwoch berichtete dann die Tagesschau auch über das NATO-Manöver, wobei es in dem Beitrag heißt, dass Kritiker darin eine unnötige Provokation gegen Russland sehen.

Am Dienstag erschien in der FAZ ein Interview mit Arsenij Jazenjuk, in dem er sagte, dass sein Land noch nicht genug gegen Korruption vorgeht und er für die Justiz eine radikale Lösung vorschlägt, bei der es um den Austausch aller 9.000 Richter geht.

Das Deutschlandradio Kultur berichtete über den Roman „Mesopotamien“ von Serhij Zhada, bei dem er den Kampf um Liebe und ums Überleben in einer vom Bürgerkrieg gelähmten Ukraine geht.

Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte am Dienstag einen Artikel, in dem die Ukraine als marodes Land darstellt wird, was das Ergebnis von Gier nach Geldund Einfluss sei. Um dies zu überwinden, wolle die ukrainische Regierung der Europäischen Union beitreten. Sputnik griff das Thema auf und meinte, dass die Ukraine von der EU immer mehr Geld wolle, während die EU damit beschäftig sei, nicht unterzugehen.

Die Deutsche Welle brachte am Dienstag einen Artikel über die Separatistengebiete, in dem beschrieben wurde, dass der Osten des Landes immer mehr nach Russland abdriftet – durch die russische Währung, russische Schulbücher und möglicherweise auch mit russischen Pässen.

Die Tagesschau berichtete am Dienstag über die Ostukraine. Die Menschen seien dort müde und enttäuscht. Sie hätten von einem Anschluss an Russland geträumt, doch davon rede heute kaum mehr jemand.

Der ORF brachte am Dienstag eine Meldung, dass die OSZE den fehlenden Zugang für Hilfsorganisationen zu den von pro-russischen Separatisten gehaltenen Gebieten in der Ostukraine beklagt, und dass 16.000 Tonnen Hilfsgüter feststecken. Die Zeit veröffentlichte am Freitag eine AFP-Meldung, dass „Ärzte ohne Grenzen“ nicht mehr in Donezk helfen dürfen. Am Samstag brachte die Wiener Zeitung einen eigenen Artikel dazu.

Stephan Stuchlik kommentierte in einem Video für den Westdeutschen Rundfunk über eine Wertefrage und die Aufhebung der Sanktionen gegenüber Russland, weil es im Osten der Ukraine relativ ruhig sei. (Video)

Der Petersburger Dialog fand ab Mittwoch in Potsdam statt. Darüber berichteten die Potsdamer Neueste Nachrichten. Obwohl es sich um ein Forum für den Dialog zwischen Russland und Deutschland handelt, so in dem Artikel, fehle auf der Tagesordnung die aggressive Politik in Bezug auf die Ukraine, bzw. etwas zur völkerrechtswidrigen Annexion der Krim.

Der Tagesspiegel veröffentlichte am Mittwoch dazu auch einen Artikel von Marieluise Beck, der Osteuropa-Expertin bei den Grünen, die feststellte, dass Russland gar kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Westen habe. Sie wies auf das Budapester Memorandum hin, auf die große Flüchtlingszahl in der Ukraine und dass Russland sich nicht als Konfliktpartei in der Ukraine sehe. Deshalb komme eine Lockerung der Sanktionen nicht in Frage. Im Deutschlandfunk gab es am Freitag ein Interview mit Marieluise Beck zum Petersburger Dialog, in dem sie sich für trilaterale Gespräche mit Russland und der Ukraine aussprach.

Die Südwestpresse brachte am Donnerstag ein Porträt über die Krim, in dem die Halbinsel als „im Dornröschenschlaf“ beschrieben wurde, weil der Tourismus schwach sei, kaum Handel stattfinden würde und Geld für Investitionen fehle.

Die ARD berichtete am Donnerstag, dass die pro-russischen Separatisten in den Gebieten von Lugansk und Donezk ihre Militärtechnik von der Front abzogen. Auch die taz schrieb am Mittwoch über die Waffenruhe in der Ostukraine und über den Alltag in Donezk.

Frank Hofmann berichtete am Donnerstag für die Deutsche Welle, dass man sich in Kiew bewusst sei, dass die Ukraine westliche Hilfe benötigt, um aus der Krise zu kommen. Deshalb werbe das Land in Berlin um Investitionen. Allerdings würden Oligarchen Widerstand leisten.

Der Standard schrieb am Donnerstag etwas zur Biennale in Kiew, die trotz aller Widerstände stattfand und durch Kunst den Konflikt in der Ukraine darstellt. Die Welt brachte am Samstag auch einen Artikel dazu.

Die Huffington Post brachte am Donnerstag einen Artikel, in dem es heißt, dass sich Putins Ukraine-Traum in einen Albtraum verwandelt habe.

Der Standard berichtete am Freitag über Kolomojski und seine Rolle in Dnepropetrowsk. Selbst nach seinem Gastspiel als Gouverneur ist er immer noch sehr wichtig.

Florian Willershausen berichtete am Freitag für die Wirtschaftswoche, dass sich die ukrainische Wirtschaft erstaunlich stabil entwickelt, aber dass das Land dringend ausländische Investoren braucht, um Jobs zu schaffen. In einem zweiten Artikel schrieb er, dass die Regierung in Kiew versucht, die korrupte Verwaltung zu säubern und Reformen im Land voranzubringen. Darauf folgt ein Interview mit dem Infrastruktur-Minister Pivovarsky.

Florian Kellermann berichtete am Freitag für den Deutschlandfunk über die Transkarpatien zu den anstehenden Wahlen und die dortige ungarische Minderheit.

Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtete am Freitag über die Ukraine als unermessliche Kornkammer und etwas Geschichte über die Kämpfe um die Schwarzböden.

Die Bild-Zeitung brachte am Freitag einen Vergleich der Schauplätze auf dem Maidan während der Revolution und heute, sowie Geschichten von Menschen, die dort waren. In einem weiteren Artikel schrieb die Bild-Zeitung über das große Potential der Ukraine. Und in einem dritten Beitrag in der Bild-Zeitung ging es um eine jüdische Aktivistin auf dem Maidan, die stellvertretend für viele tausend junge Ukrainer steht, um Veränderungen im Land herbeizuführen.

Auf der Facebook-Seite der Bundesregierung wurde am Freitag ein Kurzbericht zu dem Wirtschaftsgipfel veröffentlicht; auf der Website der Bundeskanzlerin gab es eine Mitschrift der Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und dem ukrainischen Ministerpräsidenten Jazenjuk, sowie ein Video; und auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft wurde eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Am Freitag gab es ein Video-Interview auf N-TV mit Arsenij Jazenjuk, in dem er über das gestörte Verhältnis zu Russland sprach, sowie über die Wirtschaft seines Landes und die Korruptionsbekämpfung.

Die Nordwest-Zeitung schrieb am Samstag über den Wirtschaftsgipfel. Darin heißt es, dass sich die Ukraine aufgrund des Konflikts mit Russland in einer tiefen Wirtschaftskrise befindet und zudem ein strenges Reformpaket umsetzen muss. Auf der einen Seite werden von Kanzlerin Merkel und der deutschen Wirtschaft erste Erfolge gesehen, aber auch weitere Schritte angemahnt. Ähnliches fand sich bei der Tiroler Tageszeitung und der Deutschen Welle (Video). Das Hamburger Abendblatt schrieb auch etwas dazu, wobei es dort hieß, dass Deutschland Unterstützung zusagte. Die Frankfurter Rundschau schrieb dazu, dass das Freihandelsabkommen zwischen der Ukraine und EU ab 1. Januar 2016 in Kraft tritt.

Die Neue Zürcher Zeitung sprach mit Refat Tschubarow über die Krimtataren und weshalb sein Volk in einer demokratischen Ukraine leben will.

Das Handelsblatt schrieb am Samstag über Vitali Klitschko, der vom Sportsmann zum Bürgermeister von Kiew wechselte und dort nun mit den Alltagsproblemen kämpft. Er hoffe am Sonntag auf einen Wahlerfolg. Spiegel-Online ging auch auf Klitschko ein und meinte, dass er in undurchsichtige Seilschaften verstrickt sei.

Am Samstag nannte die Deutsche Welle die Kommunalwahlen einen weiteren Test für die Ukraine, da die Unzufriedenheit der Bürger wachse. Friedemann Kohler schrieb für die Mittelbayerische auch über die Kommunalwahlen und stellte die Frage, welchen Weg die Millionenstädte wie Kiew oder Odessa einschlagen werden. Für Der Standard war der Wahlkampf ebenfalls Thema und dass die ukrainische Regierung vor massiven Problemen stehe, aber nicht nur wegen des Kriegs im Osten.

Die taz berichtete am Samstag über kostenlose Gräber als Wahlgeschenke und dass sich in Dnepropetrowsk mehrere Kandidaten um das Bürgermeisteramt bewerben. In der FAZ schrieb Reinhard Vester einen längeren Artikel über den Wahlkampf in Poltawa und über fragwürdige Kandidaten. Für den ORF waren am Samstag die Kommunalwahlen ein Stabilitätstest.

Die FAZ meldete am Sonntag, dass in Mariupol die Kommunalwahlen ausfallen, weil Stimmzettel fehlten. Auch der SRF (Schweiz) berichtete über die Wahlen und dass Poroschenko im Umfragetief sei. Die Zeit nannte die Kommunalwahlen einen Stimmungstest für Poroschenko und dass sie unter Schwierigkeiten begannen, bzw. von den Rebellen im Osten boykottiert würden.

Der Mitteldeutsche Rundfunk mischte in den Bericht über die Kommunalwahlen das Engagement einer Sächsin, die sich in Odessa um sozialschwache Jugendliche kümmert.

Am Sonntag Abend wurde dann zum Beispiel von der FAZ, von N-TV und der Der Standard erste Ergebnisse berichtet, wobei es hieß, dass Klitschko trotz guten Ergebnissen in eine zweite Runde muss, um sein Amt als Bürgermeister zu verteidigen. Er braucht eine absolute Mehrheit, erhielt aber nur 38-40 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Die in dem Wochenrückblick verwendeten analysierten Quellen bei Facebook sind einerseits mehrere pro-ukrainische Gruppen und Seiten, sowie eine Community aus Personen, die mit der Ukraine auf irgendeine Weise verbunden sind.

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Wochenrückblick vom 12. bis 18. Oktober 2015

Wochenrückblick vom 12. bis 18. Oktober 2015

Was deutschsprachige Medien zur Ukraine berichteten und was davon bei Facebook diskutiert wurde

Die Berichterstattung über die Ukraine war in dieser Woche von zwei Ereignissen dominiert: am Dienstag der Bericht über den Abschuss von MH17 und am Donnerstag die Wahl der Ukraine in den UN-Sicherheitsrat. Trotzdem gab es auch andere Artikel.

Am Montag veröffentlichte die Frankfurter Neue Presse ein Interview mit dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk, in dem er über die allgegenwärtige Korruption in der Ukraine sprach, aber auch über die wirtschaftliche Entwicklung.

Lorenz von Stackelberg warnte am Montag im Oberbayerischen Volksblatt davor, dass die Sanktionen gegen Russland mit der Begründung, dass Moskau für die Lösung des Kriegs in Syrien wichtig sei, aufgehoben werden. Dies wäre aber ein Verrat an der Ukraine.

Der Standard brachte am Montag eine Meldung zum Poliovirus in der Ukraine, weil die Impfvorsorge zu gering sei und keine Impfkontrollen stattfinden.

Außerdem berichtete am Montag die Neue Züricher Zeitung und das Handelsblatt über die Wiederaufnahme der Gaslieferung an die Ukraine.

Am Montag kündigte die Neue Züricher Zeitung den Untersuchungsbericht der MH17-Katastrophe an. Dabei wurde erwähnt, dass dieser Bericht keine Schuldigen nennen wird, aber vielleicht mehr Klarheit schaffen könnte.

Andreas Umland beschrieb den Konflikt in der Ukraine am Montag bei Focus-Online als einen von Russland ausgelösten Konflikt, womit Russland versuche die eigene innenpolitische Legitimation zu bewahren.

Am Dienstag kamen dann mehrere Artikel über die Ergebnisse zur MH17-Katastrophe und dass sie von einer BUK-Rakete abgeschossen wurde (z.B. bei tagesschau.de), wobei deutsche Medien aus dem Bericht eine Mitschuld der Ukraine hervorhoben, weil der Luftraum nicht gesperrt wurde (zum Beispiel bei tagesschau.de und Spiegel-Online). Im Deutschlandfunk wurden die vor der Berichtsvorstellung genannten Zweifel seitens Russland in einem Kommentar als „bizarres Schauspiel“ bezeichnet.

Am Mittwoch gab es dann einen zynischen Kommentar bei Facebook zur deutschen Berichterstattung: „Der volltrunkene Wladimir P. fuhr […] in eine Menschenmenge. Mehr als 80 Kinder waren auf der Stelle tot. In dem nun mit Überraschung zur Kenntnis genommenen Urteil, wurde der Betreiber der Straße zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Begründung: Er hätte die Straße sperren müssen, um das Unheil zu verhindern.“

Die FAZ berichtete am Mittwoch, dass Petro Poroschenko den Waffenstillstand als Zeichen des Friedens versteht und dass die „Normandiegruppe“ zu dieser Entspannung beigetragen hat. Allerdings brachten unter anderem Salzburg24 (Österreich) und die Rheinische Post eine AFP-Meldung, dass im Donbass ein ukrainischer Soldat getötet wurde und drei weitere verletzt wurden.

Am Mittwoch fasste Spiegel-Online die absurdesten Meldungen zusammen, wie in russischen Medien über MH17 berichtet wurde.

Am Donnerstag berichtete der Tagesspiegel, wie am Mittwoch schon der Bayrische Rundfunk über den Film „The Tribe“ des ukrainischen Regisseurs Myroslav Slaboshpytskiy, der von einer Gruppe Jugendlicher in einem Internat für Gehörlose erzählt.

Die Presse (Österreich) und nachrichten.at brachten am Mittwoch einen Bericht über den ukrainischen Botschafter in Paris, der „zutiefst schockiert“ war, weil in einem französischen Atlas die Krim Russland zugeordnet wurde.

Die Welt nahm am Mittwoch das Thema über das Referendum in den Niederlanden auf, dass eine Volksabstimmung das EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine rückgängig machen könnte.

Die Wiener Zeitung brachte einen Kommentar von Martin Malek, dass Russland nach der Annexion der Krim kein „strategischer Partner“ mehr sein kann und dass die EU zu ihren Werten stehen soll. Bei Facebook äußerte sich Martin Malek überrascht: „Daß sich die Redaktion getraut hat, DAS zu veröffentlichen…“

Am Mittwoch wurde erstmals der „Tag des Vaterlandsverteidigers“ im Oktober begangen, wobei Nationalisten und Rechtextreme diesen Feiertag nutzten, was der taz und Der Standard einen Artikel Wert war. Gleichzeitig machten sich die FAZ und Der Standard darüber lustig, dass Petro Poroschenko in einem Kampfjet mitflog und sich dabei filmen ließ, wie man es eigentlich nur von Putin kenne.

Am Donnerstag wurde in mehreren Medien die Wahl für die nichtständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat im Vorfeld thematisiert. So zum Beispiel im ARD-Hörfunkstudio, bei der Südwestpresse, bei der Tiroler Tageszeitung, und bei Der Standard. Über die tatsächliche Wahl berichteten dann viele Medien, wie zum Beispiel tagesschau.de, der Deutschlandfunk, der Tagesspiegel, n-tv und Spiegel-Online.

Am Donnerstag berichtete die Osnabrücker Zeitung, dass der Lingener „Freundeskreis der Ukrainefahrer“ im Mai oder Juni nächsten Jahres erneut Hilfsgüter in das ukrainische Dorf Juskowzy mit 1.300 Bewohnern und die benachbarte Kreisstadt Lanovzy bringen möchte.

Die Huffington Post schrieb am Donnerstag mit Hinweis auf die englische Ausgabe von Russia Today, dass die Ukraine von Russland eine Entschädigung für den Verlust der annektierten Krim und das militärische Eingreifen im Donbass in Höhe von 40 Mrd. USD fordere.

Am Freitag brachte Cicero einen Buchauszug aus „Der Russland-Reflex“ von Karl Schlögel, wobei es hieß, dass die Deutschen ihre Kriegsschuld immer nur auf die Russen projizieren. Auch die taz berichtete über das Buch von Karl Schlögel und Irina Scherbakowa, das nach den Ursachen des Konflikts in der Ukraine sucht.

Für Ö24 (Österreich) waren am Freitag die Lokalwahlen am 25. Oktober Thema, wobei es um die Wiederwahl von Vitali Klitschko als Kiewer Bürgermeister ging und dass er in den ersten eineinhalb Amtsjahren viel angestoßen habe.

Marcus Bensmann und David Crawford vom Recherchezentrum CORRECT!V analysierten den MH17-Bericht und veröffentlichten am Freitag in Die Zeit einen Artikel, in dem ihre wichtigste Schlussfolgerung war, dass die Welt dringend eine Lösung braucht, um verlässlich zu entscheiden, wann Krisengebiete überflogen werden dürfen und wann nicht.

Am Freitag gab es dann in der Süddeutschen Zeitung und in Die Zeit jeweils einen Kulturbericht zu Odessa.

Am Samstag wurde auf dem Portal der deutschen Bundeskanzlerin ein Video-Interview veröffentlicht, in dem sie der ukrainischen Regierung großen Mut bei der Erneuerung der Wirtschaft bescheinigt. Die dominante Rolle der Oligarchen müsse zurückgefahren und die Korruption bekämpft werden, um die Bedingungen für Investitionen zu verbessern.

Der Standard brachte am Samstag ein Interview mit der deutsch-ukrainische Schriftstellerin Katja Petrowskaja über ihr historisches Gewissen, Russlands Krieg gegen die Ukraine und darüber, warum sie ihren Roman „Vielleicht Esther“ auf Deutsch geschrieben hat. In der gleichen Zeitung gab es auch einen Bericht über Yevgenia Belorusets zum absurden Alltag in der Ostukraine.

Der Standard berichtete auch darüber, dass der Teilabzug von Waffen aus dem Donbass die Lage weiter beruhigen soll.

Noch am Samstag gab es Abends erste Meldungen der Agentur AFP (z.B. bei Die Zeit) über Tote bei einem Schiffsunglück im Schwarzen Meer, was am Sonntag in mehreren Zeitungen ausführlicher berichtet wurde, wie bei Die Welt oder der Kleine Zeitung (Österreich). Bei dem Unglück kamen bei Odessa mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Das Passagierschiff „Iwolga“ sank, nachdem es in ein schweres Unwetter geraten war. Der Crew wird „Schlamperei“ angelastet.

Der Standard brachte am Sonntag einen Artikel, bei dem es um die Rolle der ukrainischen griechisch-katholischem Kirche auf dem Maidan und im Donbass geht.

Die BILD-Zeitung berichtete am Sonntag, dass der russische Hersteller des Buk-Raketensystems, der vom Kreml beauftragt wurde, eine eigene Untersuchung zum Abschuss von MH17 vorzunehmen, von der Europäischen Union 143.000 Euro für die dafür durchgeführten Tests fordert.

Die in dem Wochenrückblick verwendeten analysierten Quellen bei Facebook sind einerseits mehrere pro-ukrainische Gruppen und Seiten, sowie eine Community aus Personen, die mit der Ukraine auf irgendeine Weise verbunden sind.

Wochenrückblick vom 05. bis 11. Oktober 2015

Wochenrückblick vom 05. bis 11. Oktober 2015

Was deutschsprachige Medien zur Ukraine berichteten und was davon bei Facebook diskutiert wurde

Mit der Waffenruhe in der Ukraine, über die in deutschsprachigen Medien zu lesen war, gerät die Ukraine auch weiter aus den Schlagzeilen, wobei immer noch über das Land berichtet wird.

Karl Schlögel, ein bekannter deutscher Osteuropaexperte mit Schwerpunkt für Russland, veröffentlichte kürzlich ein Buch über die Ukraine, die er für sich neu entdeckte. Darüber gab es am Montag ein Interview im Tagesspiegel. Die Welt brachte eine Diskussion zwischen ihm und der Bürgerrechtlerin Irina Scherbakowa.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker forderte am Montag auf ihrer Website von der Bundesregierung, auf der Krim eine OSZE-Mission einzusetzen.

Spiegel Online veröffentlichte ebenfalls am Montag eine Reportage zu Flüchtlingskindern aus der Ostukraine. Die Zeit berichtete am gleichen Tag über das Leben in den frontnahem Gebieten.

Am Montag waren dann noch die Schuldengespräche zwischen der Ukraine und Russland für Die Welt interessant, die darüber einen Artikel brachte, in dem es um die 3 Mrd. USD ging, die im Dezember von der Ukraine zurückgezahlt werden müssen.

Dienstag war dann geprägt von den verschobenen Wahlen im Osten der Ukraine. Zum Beispiel brachten die Deutsche Welle, Spiegel Online, n-tv, die Frankfurter Rundschau, die FAZ und die BILD-Zeitung jeweils Meldungen unter Berufung auf Agenturmeldungen.

Aufgrund der Waffenruhe und den Fortschritten bei den Friedensbemühungen in der Ukraine, schlug der ehemalige deutsche Bundeskanzler, Gerhard Schröder, vor, die Sanktionen gegen Russland zu lockern. Darüber berichtete am Dienstag n-tv unter Berufung auf eine dpa-Meldung.

Dass der Film „Maidan“ des Filmemachers Sergei Losznitsas am Dienstag in Nürnberg mit dem Internationalen Filmpreis für Menschenrechte ausgezeichnet wurde, in dem es um die Proteste in Kiew geht, berichtete der Bayrische Rundfunk, sowie die Nürnberger Nachrichten.

Im Wirtschaftsblatt (Österreich) gab es am Mittwoch zwei Artikel: einerseits dass die ukrainische Wirtschaft wieder wächst, und andererseits, dass sich die Makrowirtschaft stabilisiert.

Die Welt brachte am Mittwoch eine Reportage über Wildtiere im Gebiet von Tschernobyl.

Der Bonner Generalanzeiger berichtete über die Forderung von Andrij Melnyk, dass Angela Merkel Führungsstärke im Konflikt in der Ukraine zeigen solle.

Für die Süddeutsche Zeitung schrieb Cathrin Kahlweit am Mittwoch, dass die Ukraine Schwierigkeiten damit hat, dem Donbass Sonderrechte zuzugestehen und dass es aus diesem Grund politischen Streit gibt.

Die Regionalzeitung Blick-Aktuell berichtete am Donnerstag über den Besuch von Andrij Melnyk beim Herbstempfang der Rheinbacher CDU. Laut diesem Bericht sagte er: „Die Ukraine will kein Störenfried sein, sondern ein Mehrwert für die Europäische Union und einen neuen Geist sowie neue Impulse mitbringen. Die Ukraine ist ein Land mit viel Potenzial und dem Willen, sich schnell zu entwickeln und eine der bestimmenden Kräfte in Europa zu werden.“

Nina Jeglinski stellte im Tagesspiegel am Donnerstag die Frage, ob Julia Timoschenko vor einem Comeback steht, weil am 25. Oktober Lokalwahlen durchgeführt werden, von denen Timoschenko profitieren könnte.

Der Standard schrieb auch am Donnerstag, dass der IWF angesichts des mangelnden Reformwillens in Kiew ungeduldig wird.

Kerstin Schweighöfer berichtete am Donnerstag für den Deutschlandfunk, dass in den Niederlanden eine Bürgerinitiative über 300.000 Unterschriften sammelte, was es ermöglicht, dass die Niederländer in einem Referendum über das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine abstimmen. Bei der Unterschriftensammlung wurde unter anderem damit geworben, dass MH17 über der Ukraine abgeschossen wurde, wobei 200 Niederländer ums Leben kamen und dass Europa so ein Land nicht braucht. Tatsächlich geht es aber vielen eher darum, dass die Politik ihre Bürger bei Entscheidungen zu wenig fragt.

Noch am Donnerstag berichtete n-tv, dann am Freitag der Tagesanzeiger (Schweiz), dass sich die Rebellen im Donbass langweilen und deshalb neue Einsatzmöglichkeiten suchen würden, weshalb sie zum Teil nach Syrien gingen, um dort für Russland zu kämpfen.

Die FAZ brachte am Freitag eine Kurzvideoreportage (ca. 5 Minuten) der Deutschen Welle über die neue Polizei in Kiew und eine Einheit, in der 500 Polizistinnen dienen.

Am Freitag wurde außerdem spekuliert, ob Angela Merkel den Friedensnobelpreis erhält. Sie wurde für den Preis vorgeschlagen, weil sie zwischen Russland und der Ukraine für Frieden vermittelte. Darüber berichtete zum Beispiel die Tagesschau.

Bereits am Donnerstag erhielt Swetlana Alexijewitsch aus Minsk den Literaturnobelpreis. In den Medien gab es dazu mehrere Artikel und Rückblicke auf ihr Leben. So schrieb zum Beispiel die NZZ (Schweiz), dass Petro Poroschenko ihr gratulierte, da sie in der Ukraine geboren wurde. Er schrieb bei Facebook: „Wo immer man auch lebe, in welcher Sprache man auch spreche oder schreibe, man bleibe immer Ukrainer.“

Die taz brachte am Freitag einen Artikel über die Ukraine vor den Kommunalwahlen.

Am Samstag veröffentlichte die BILD-Zeitung einen Artikel, wie Ben Hodges, der oberste US-General in Europa, Putin einschätzt. Darin: „Ich glaube auch nicht, dass Putin die Ukraine besitzen will. Ich bezweifle sogar, ob er überhaupt den Donbass besitzen will. Das wäre nur eine Belastung für Russland. Ich denke, Präsident Putin will vielmehr sicherstellen, dass die Ukraine nicht der EU oder der NATO beitreten kann. Er hat die Ukraine jetzt da, wo er sie haben will: im Chaos.“

An Sonntag gab es dann einen Bericht in der Süddeutschen Zeitung, wie es flüchtenden Ostukrainern zum einen innerhalb des Landes ergeht, und zum anderen in Polen. Polen argumentiert in der allgemeinen EU-Flüchtlingsfrage, dass das Land bereits genug Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen würde. Doch das ist nicht ganz richtig.

Die in dem Wochenrückblick verwendeten analysierten Quellen bei Facebook sind einerseits mehrere pro-ukrainische Gruppen und Seiten, sowie eine Community aus Personen, die mit der Ukraine auf irgendeine Weise verbunden sind.

Die Geschichte mit der Waage

Die Geschichte mit der Waage

Vor ein paar Tagen war ich einkaufen und packte Gurken und Tomaten in jeweils eine Tüte. Es gibt eine Waage in der Obst- und Gemüseabteilung des Supermarkts. Wozu diese da ist, weiß ich nicht, denn an der Kasse wird das Gemüse oder Obst gewogen und abgerechnet.

Also ging ich zur Kasse und die Verkäuferin meinte, die Gurken wären nicht „взвешенный“ (gewogen). Das Wort kannte ich nicht und ich fragte zurück, ob das schlecht wäre, denn ich dachte, sie meint nicht „frisch“ (свежие). Aber die Verkäuferin schaute mich etwas ungläubig an, wies auf die Obst- und Gemüseabteilung und wiederholte, dass die Gurken nicht „взвешенный“ seinen. Jetzt war ich völlig konfus, denn ich dachte dann, sie meint „вежливый“. Das Wort kenne ich, was aber höflich bedeutet und überhaupt nicht zu Gurken passte. Also fragte ich wieder etwas ungläubig, ob das schlecht wäre. Nun schaute sie mich total perplex an. Ich sagte, dass ich sie nicht verstehe und sie mir doch bitte erklären soll, was sie meint. Doch sie schwieg ab jetzt vollständig.

Als ich über den Fall mit Freunden sprach, wurde ich aufgeklärt, dass sie wohl „gewogen“ meinte.

Eigentlich kaufe ich selten im Supermarkt Gemüse, doch es war spät und die Babuschkas am Straßenrand waren längst zu Hause. Ältere Frauen verkaufen dort Obst und Gemüse, um ihre magere Rente aufzubessern. Es gibt auch Kioske oder ganze Märkte, wo man Obst und Gemüse kaufen kann.

Heute war ich wieder einkaufen und kam zur gleichen Verkäuferin. Stolz sagte ich zu ihr, dass ich jetzt wüsste, was sie das letzte Mal gemeint hätte. Ich bat sie, mir doch bitte zu erklären, wie das nun mit dem Gemüse funktioniert, damit es beim nächsten Mal keine Missverständnisse gibt. Es waren kaum Leute im Laden und ich war allein an der Kasse. Doch ihr war ich wohl als Ausländer, der sie nicht versteht, etwas unheimlich und so sagte sie eigentlich nichts.

Dabei finde ich es in dem Laden nett. Man kennt mich, grüßt höflich und in der Fleisch- und Wurstabteilung empfiehlt man mir auch etwas, das ich probieren solle oder warnt mich, wenn etwas gerade nicht so frisch ist. Naja, schließlich gehe ich seit Jahren dort einkaufen und bei meiner „Obst- und Gemüsehändlerin“ passiert es auch immer wieder, dass sie meint, heute besser keine Kartoffeln…

Dafür weiß ich immer noch nicht, wie dieses Abwiegsystem im Supermarkt läuft. Vielleicht war es ein Wink, dass ich doch bitte bei den Babuschkas und im Kiosk frisches Gemüse und Obst kaufen soll.

Wochenrückblick vom 28. September bis 04. Oktober 2015

Wochenrückblick vom 28. September bis 04. Oktober 2015

Was deutschsprachige Medien zur Ukraine berichteten und was davon bei Facebook diskutiert wurde

Obwohl die Woche mit der UN-Generalversammlung begann, gab es nur spärliche Berichte darüber. So wurde zwar berichtet, dass die ukrainische Delegation während der Rede von Putin den Saal verließ, aber dabei wurde die „Flaggenaktion“ nicht erwähnt. Vielmehr wurde Poroschenko dafür kritisiert, dass er Russland Vorwürfe macht und die Boykotierung Putins Rede nur eine Antwort darauf war, dass die russische Delegation bei Poroschenko auch den Saal verließ (zum Beispiel bei tagesschau.de oder heute.at). Vor allem der Vorwurf mobiler Krematorien wurde aus Poroschenkos Rede hervorgehoben (bei Der Standard)

Insgesamt gab es zwar Berichte über die Ukraine, wobei diese aber nicht in den obersten Schlagzeilen standen, die von der russischen Intervention in Syrien dominiert wurden.

Die Welt veröffentlichte am Montag eine Bloomberg-Umfrage, laut der die Befragten die Meinung äußerten, dass Russland im Dezember der Schuldenumstrukturierung zustimmen würde.

Ein weiterer Artikel vom Montag in Die Welt geht auf Saakaschwilis Bemühungen ein, im Gebiet von Odessa Reformen durchzuführen.

Am Montag veröffentlichte n-tv noch eine dpa-Meldung über Verletzte bei einzelnen Scharmützeln.

Mehrere Medien brachten am Dienstag Agenturmeldungen (dpa und AFP), dass die Ukraine für russische Flugzeuge ein Überflugverbot verhängte und Russland im Gegenzug ein Überflugverbot für ukrainische Airlines (zum Beispiel Die Zeit, n-tv, Spiegel Online und der Deutschen Welle).

Der Standard berichtete über den Prozess in Kiew gegen vermeintlich russische Armeeangehörige.

Die Süddeutsche Zeitung schrieb eine Prognose zum Treffen in Paris. Auch die Stuttgarter Nachrichten brachten eine Prognose, dass die Kriegsgefahr im Donbass noch nicht gebannt sei.

Ab Mittwoch gab es Meldungen darüber, dass die OSZE verbotene russische Waffen im Osten der Ukraine entdeckte (zum Beispiel: Der Standard, Die Zeit, Tagesspiegel).

Die Presse berichtete über eine drohende Flüchtlingswelle aus der Ukraine, die zusätzlich zu den syrischen Flüchtlingen nach Europa strömen könnten. Die Hilfe des Westens, so heißt es in dem Bericht, reiche nicht aus. Auch die Süddeutschen Zeitung ging am Mittwoch auf dieses Thema ein und meinte, dass die Ukraine als Staat mit den Binnenflüchtlingen überfordert sei.

Positiv äußerte sich Gerhard Gnauck am Donnerstag in Die Welt, indem er über Fortschritte in der Ukraine berichtete und mitunter den Druck Russlands für diese Entwicklung im Vergleich zu Deutschland bei Napoleon beschrieb.

Vor dem Gipfel in Paris schrieb die Süddeutsche Zeitung, dass dort die Lokalwahlen in der Ostukraine das Hauptthema werden, aber auch die Syrienintervention Russlands zur Sprache kommen wird.

Im Tagesspiegel gab es die Meinung von Paul Flückiger, dass Kiew aufgrund der Syrien-Frage vom Westen fallen gelassen werden könnte. Dagegen berichtete das Handelsblatt, dass eine hochrangige deutsche Delegation nach Kiew reiste, um nicht nur gute Ratschläge zu geben, sondern auch Geld.

Spiegel Online veröffentlichte am Donnerstag ein Interview mit dem ukrainischen Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, in dem er ebenfalls die Sorge äußerte, der Westen könne die Ukraine vernachlässigen, weil sich Putin im Syrienkrieg engagiert.

Der Deutschlandfunk berichtete über eine Fake-Meldung aus Russland, in der es unter Berufung auf eine deutsche Korrespondentin hieß, dass Poroschenko völlig betrunken nach Russland reisen wollte, um mit Putin zu sprechen.

Am Ende der Woche gab es dann Berichte über das Treffen im „Normandie-Format“ in Paris mit vorsichtigem Optimismus, weil die Waffenruhe in der Ostukraine stabil sei (zum Beispiel beim n-tv). Die Tagesschau berichtete, dass Kanzlerin Merkel betonte, Syrien stehe in keinem Zusammenhang mit der Ukraine. Inhaltlich ging der Deutschlandfunk darauf ein, dass sich die Wahlen in der Ostukraine verschieben und damit die Erfüllung der gesamten Minsker Abkommen.

Eine etwas unglückliche Formulierung von Angela Merkel bei ihrem Auftritt vor der Presse führte bei Facebook zu der Vermutung, sie würde die Krim verraten. Auf der anderen Seite wurde die Aussage aus dem Zusammenhang gerissen, so dass man auch das Gegenteil verstehen könnte: da die Krim nicht Bestandteil von Minsk war, ist selbst mit Erfüllung der Minsker Vereinbarungen die Krimfrage nicht gelöst.

Anne Applebaum warnte in einem am Samstag veröffentlichten Interview bei Die Presse vor der Gefahr eines Dritten Weltkriegs. Sie sagte, dass sie sich bei der Annexion der Krim an NKWD-Methoden erinnert fühlte und unterstellte Putin, dass er diese mit einem einzigen Ziel verfolge: er habe keinen Plan, aber eine Strategie, um an der Macht zu bleiben. Ähnlich äußerte sich Timothy Snyder am Mittwoch in einem Beitrag (auf englisch) bei Time, dass es Putin prinzipiell darum ginge, die „Soft Power“ (Attraktivität) der EU zu zerstören, damit seinem eigenen System keine (besseren) Alternativen gegenüberstehen.

Am Samstag und Sonntag finden sich mehrere Meldungen, dass der Waffenabzug in der Ukraine begonnen hat (zum Beispiel: Der Standard, Deutschlandfunk, Handelsblatt, Tagesschau)

Die in dem Wochenrückblick verwendeten analysierten Quellen bei Facebook sind einerseits mehrere pro-ukrainische Gruppen und Seiten, sowie eine Community aus Personen, die mit der Ukraine auf irgendeine Weise verbunden sind.